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El otro

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Ariel Rotter
El otro (2007)
Sólo por hoy (2001)

Argentinien
Lluvia (2008)
El nido vacío (2008)
Las vidas posibles (2007)
El otro (2007)
El custodio (2006)
La demolición (2005)
Dignidad de los na... (2005)
Bombón - el perro (2004)
Memoria del saqueo (2004)
El abrazo partido (2004)
Extraño (2003)
Lugares comunes (2003)
Los guantes mágicos (2003)
Día de suerte, Un (2002)
Todas las azafatas... (2002)
Historias minimas (2002)
Las aventuras de Dios (2001)
Sólo por hoy (2001)
Taxi - un encuentro (2001)
Borges (2000)
Garaje Olimpo (1999)
Martín (Hache) (1998)
La nube (1998)
Pequeños milagros (1997)
Despabílate amor (1996)
No te mueras... (1995)
El viaje (1992)
El lado oscuro... (1992)
Un lugar en el mundo (1992)
Después de la tor... (1990)
Sur (1988)
Tangos (1985)
Hora de los... (1968)

El otro

Für den 46-jährigen Anwalt Juan Desouza scheint alles darauf hinzudeuten, dass er wie sein Vater ein Leben in Sicherheit und Wohlstand verbringen wird. Als ihm seine Frau mitteilt, vielleicht schwanger zu sein, und zugleich sein Vater schwer erkrankt, beginnt Juan über sein Dasein nachzudenken. Eine geschäftliche Reise verleitet ihn dazu, die Identität zu wechseln und das Leben dadurch aus anderer Perspektive neu zu sehen.

Das Nachdenken über das, was wir sind, ist so alt wie der Mensch. Was ist der Geist? Was ist die Seele? Was ist der Körper? Vieles ist fassbar, anderes nicht oder nur ansatzweise. Zum Glück. Denn so ist es immer wieder reizvoll, sich dem unfassbaren Teil des Daseins zu widmen, dem etwa, dem wir uns schwer entziehen können: unserem Körper.

Ariel Rotter gehört zu den talentiertesten Filmemachern der äusserst dynamischen jungen Generation in Argentinien. Er hat hier eigentlich nur einen einfachen Versuch angestellt und einen Mann in den besten Jahren aus seinem eigenen Leben austreten lassen. Nicht so radikal, wie das Michelangelo Antonioni in «Professione: Reporter» machte, wo Jack Nicholson von einer Rolle in eine andere wechselte und dabei nicht ahnte, was ihn damit erwarten würde. Aber anregend, eher spielerisch. Denn Juan Desouza, grossartig verkörpert von Julio Chávez, wechselt ja nicht nur einmal seine Rolle, er versucht es gleich mehrfach.

Der Auslöser ist derselbe wie bei Antonioni: Ein Toter. Gewechselt wird einfach die Identität, der Körper bleibt derselbe. Und damit gerät Ariel Rotters Film zu einer kleinen, feinen Studie über das Körperliche am Menschsein. Was tragen wir herum, und was trägt uns herum? Was macht uns eigentlich aus? Und könnten wir nicht einfach ein Anderer sein bzw. eine Andere? Ein faszinierender Film, von dem man sich tragen lassen kann in dem Sinn, als er mit seinen Körperbetrachtungen in unterschiedlichen Lebensaltern das Sinnieren über das eigene Dasein anregt. Wer sind wir? Und was ist unser Körper? Und was bleibt uns und von uns? Dieser Film ist auch eine sinnliche Erfahrung.

Walter Ruggle

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